Walnusshain neben Eichenhutanger gepflanzt

Ein Bericht von Jana Dorsch

Nachdem einige Tage zuvor unsere Walnussbäume angekommen waren, war es am Samstag den 28.11.2020 soweit: Wir konnten zwölf Walnussbäume in die Erde bringen – in weiten Pflanzabständen, damit direkt neben den alten Eichen des Hutangers ein Walnusshain heranwachsen kann, unter dem auch in Zukunft Tiere weiden können. Die Pflanzlöcher dafür hatten wir schon einen Monat zuvor vorbereitet.

Um 10 Uhr morgens trafen wir uns am Hutanger zwischen Happurg und Hersbruck. Die Sonne schien und voller Tatendrang und Motivation ging es nach einer kurzen Willkommens- und Orientierungsrunde los.

Für den Verbissschutz brauchten wir je Pflanzloch drei massive Eichenpfähle, die in die Erde geklopft werden mussten, damit der Verbissschutz so stabil ist, dass auch schlaue Ziegen nicht an den jungen Walnussbäumchen knabbern können. Die Pfahlramme war eine gute Hilfe bei dieser Arbeit. Dong….Dong….Dong… klang es über den Hutanger hinweg.

Oben wurden die Eichenpfähle mit drei Latten im Abstand von 80cm verbunden. Zwischendurch gab es eine wärmende Teepause mit super leckeren, frisch aus dem Ofen gelieferten Apfelkuchen. Der nächste Schritt war es, ein etwas unhandliches aber sehr stabiles Gitter um die Eichenpfähle zu befestigen. Mit etwas Technik und helfenden Händen ging das wunderbar 🙂 Es wurde so angebracht, dass man es auch wieder öffnen kann, um sich um die Bäumchen kümmern zu können. Die ersten Verbissschutze standen und somit wurden die ersten Walnussbäumchen gepflanzt.

Wir pflanzten bekannte Sorten und solche, von der manch eine*r noch nie etwas gehört hat: Die holländische Broadview, die französichen Sorten Franquette und Meylanaise, die tschechische Mars und die rotkernige Sychrov, die bulgarische Proslavski, die deutschen Sorten Wunder von Monrepos, Moselaner (G120) und Weinheimer (G139) sowie A117, A118 und Milotai 10 aus Ungarn. Ziel ist es herauszufinden, welche Sorten mit unseren klimatischen Bedingungen und Bodenverhältnissen gut zurecht kommen.

Jedes Bäumchen bekam sein eigenes Namensschild, damit auch Spaziergänger*innen bewundern können, wie viele verschiedene Walnusssorten es doch gibt.

Um 13 Uhr war Schichtwechsel angesagt. Bis dahin waren alle Bäumchen bis auf zwei gepflanzt. Judit bedankte sich bei den Helfenden des Vormittags für ihre tatkräftige Unterstützung und auch bei Jan und Florian, die die gesamte Pflanzaktion bestens vorbereitet hatten, so dass alles was gebraucht war, vor Ort war. Die letzten beiden Bäumchen wurden dann in kleiner Runde gepflanzt. Die Sonne hat sich auch allmählich im Nebel verkrochen und es wurde zapfig kalt. Ganz zum Schluss gab es noch eine Baumsegnung, um den kleinen Walnussbäumchen alles Gute beim Anwachsen und Gedeihen zu wünschen. Auf dass die vier Elemente – die feurige Kraft der Sonne, das Lebendigkeit-spendende Wasser, die nährende Erde sowie Luft und Winde – unterstützend wirken mögen.

Vielen Dank an alle für diesen schönen Tag! Danke an Jana Dorsch und Stephanie Hahne fürs Fotografieren!